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Geschichte der JVA
"Ulmer Höh"
Mit dem Bezug der neuen JVA Düsseldorf-Ratingen ist die historische Justizvollzugsanstalt "Ulmer Höh" nunmehr Geschichte.
Die rund 120-jährige Geschichte der JVA "Ulmer Höh" liegt aktuell als Veröffentlichung der Anstaltsleitung unter dem Titel: "Eine Ära geht zu Ende" vor.
Die 1893 fertiggestellte Anstalt entsprach den kurze Zeit zuvor in Preußen gesetzten neuen Vorgaben für den Gefängnisbau. Hintergrund war ein neues Konzept vom Vollzug der Freiheitsstrafe, das auf Vereinzelung und Absonderung des Gefangenen setzte, um so eine Besserung zu erreichen.
Der Bericht ist unter "Eine Ära geht zu Ende" zur Geschichte der JVA Ulmer Höh (Düsseldorf)
einzusehen.
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Justizvollzug NRW:
"3. Tätigkeitsbericht 2009/2010 des Ombudsmannes"
Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter hat am 06. April 2010 den dritten, fast 100 Seiten umfassenden Tätigkeitsbericht des Ombudsmanns für den Justizvollzug Nordrhein-Westfalen, Rolf Söhnchen, entgegengenommen.
Der knapp 100 Seiten umfassende dritte Jahresbericht beruht maßgeblich auf den 921 Eingaben von Gefangenen und Bediensteten. Diese Gesamtzahl ist gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent gestiegen.
Der Bericht ist unter Tätigkeitsbericht Ombudsmann 2009/10
einzusehen.
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Justizvollzug NRW:
"2. Tätigkeitsbericht 2008/2009 des Ombudsmannes"
Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter hat am 08. April 2009 in Wuppertal den zweiten Tätigkeitsbericht des Ombudsmanns für den Justizvollzug Nordrhein-Westfalen, Rolf Söhnchen, entgegengenommen.
Der über 70 Seiten umfassende zweite Jahresbericht beruht maßgeblich auf den rund 800 Eingaben von Gefangenen und Bediensteten. Diese Gesamtzahl ist gegenüber dem Vorjahr in etwa konstant geblieben.
Der Bericht ist unter Tätigkeitsbericht Ombudsmann 2008/09
einzusehen.
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Justizvollzug NRW:
"1. Tätigkeitsbericht 2007/2008 des Ombudsmannes"
Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter hat am 10. April 2008
in der Justizakademie in Recklinghausen den ersten Tätigkeitsbericht des Ombudsmanns für den
Justizvollzug Nordrhein-Westfalen, Rolf Söhnchen, entgegengenommen.
Auf rund 60 Seiten zieht der Ombudsmann eine Bilanz seines ersten Amtsjahrs.
Nordrhein-Westfalen hat mit der Einrichtung dieser Kontaktstelle vor allem für
Gefangene, Bedienstete und Angehörige im März 2007 bundesweit Neuland betreten.
Der Bericht ist unter Taetigkeitsbericht Ombudsmann 2007/08
einzusehen.
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"Ein Tag im Leben des 179212"
Alltag im Gefängnis
Seit 1986 sitzt der Deutsche Jens Söring im Gefängnis, mehr als die Hälfte
seines Lebens.
Möglicherweise unschuldig.
2001 fängt er an zu schreiben. Es sei, sagt Söring, "eine Alternative zum Selbstmord". Sein Buch "Ein Tag im Leben des 179212"
erscheint am 15. September im Gütersloher Verlagshaus.
Einen Auszug daraus veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung unter Alltag im Gefängnis
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Fachverbände fordern
Mindeststandards
Mindeststandards für den Jugendstrafvollzug fordern in einer gemeinsamen
Erklärung die Fachverbände DVJJ, DBH, ADB und BAG Sozialdienst.
Ihre Erklärung ist hier nachzulesen.
Weitere Informationen sind unter der Kategorie Service & Aktuelles der Homepage
des DBH zu entnehmen. Stichwort "Jugendstrafvollzugsgesetze - Entwürfe der
Bundesländer"
Der Entwurf des Landes Nordrhein-Westfalen ist hier, die Gesamt- und Einzelbegründung der
verschiedenen Gesetzesabschnitte ist hier nachzulesen.
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LITERATURTIPP
Grigori Pasko
"Die Rote Zone - Ein Gefängnistagebuch"
Übersetzt von: Hannelore Umbreit
Mitarbeiter: Umbreit, Hannelore
(ISBN: 3-89244-995-3)
Wallstein Verlag GmbH
Seitenzahl: 368 Seiten, 6 Abbildungen, gebunden EUR 24,90
Als Militärjournalist filmte Grigori Pasko die Verklappung atomarer Abfälle
ins Japanische Meer durch die russische Pazifikflotte. Er machte das Material
japanischen Medien zugänglich und wurde 1997 wegen Spionage und Landesverrat
verhaftet. 21 Monate Untersuchungshaft, eine kurze Zeit der Freiheit, die erneute
Verhaftung und Aburteilung zu vier Jahren Haft in einem Straflager mit
verschärften Bedingungen sind Stationen einer Odyssee durch russische
Gefängnisse, die Pasko in drei Tagebuchzyklen dokumentiert hat. Diese
Aufzeichnungen spiegeln die Verwirrung und das Entsetzen eines Menschen wider, der sich
- ohne sich einer Schuld bewußt zu sein - im russischen Strafvollzug wiederfindet,
in dem menschenverachtende Verhältnisse herrschen. Um in der monatelangen
Einzelhaft nicht dem Wahnsinn zu verfallen, arbeitet der Häftling Pasko seine
Erinnerungen auf und setzt sich dabei kritisch mit der russischen Gesellschaft und
ihren Machtstrukturen auseinander.
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LITERATURTIPP
von Michael Stiels-Glenn, Psychotherapeut
und Supervisor
Gabriele Klocke
"Über die Gleichheit vor dem Wort. Sprachkultur im geschlossenen Strafvollzug"
(ISBN: 3-89942-201-5)
Transcript-Verlag Bielefeld 2004
350 Seiten, kart., 26,80 Euro
"Auf der Mauer - auf der Lauer" - Teilnehmende Beobachtung der kulturellen und
ökologischen Vielfalt in Gefängnissen Was genau sich hinter
Gefängnismauern tut, wissen allein diejenigen, die dort leben und arbeiten.
Gabriele Klocke erstellt mit ihrer interdisziplinär angelegten Feldstudie ein
Panoptikum der Sprachkultur im Strafvollzug, das dem Leser diese abgeschlossene Welt
auf anschauliche Weise nahe bringt: Lüge, Gefängnisjargon, Gerücht,
Mehrsprachigkeit und Beleidigung sind nur einige der Themen, die die Kriminologin
mittels teilnehmen der Beobachtung und Interviews unter Insassen und Beamten
recherchiert hat.
Als ehrenamtliche Organistin im Gefängnisgottesdienst fielen der Autorin die
institutionsspezifische Sprechweise von Beamten und Inhaftierten auf, die sie als
Linguistin neugierig werden ließ. Diese "Zwangsversammelten" kommunizieren durch
den Druck der geschlossenen Unterbringung so, dass die "dunklen Seiten" wie Lügen,
Beleidigungen und sprachliche Ausgrenzungen nicht Fehler oder persönlicher Makel
sind, sondern einen fundamentalen und somit normalen Teil aller Kommunikation
ausmachen. Während ihrer Forschungsaufenthalte in mehreren deutschen
Gefängnissen hat Klocke viele hundert Seiten Forschungstagebücher zum Thema
Sprachkultur im Gefängnis gefüllt. Sie war bemüht, sich in ihren
wissenschaftlichen Notizen auf diesen Themenbereich zu beschränken und die
Vielzahl anderer Eindrücke, die sich im Gefängnis aufdrängten, unter der
Rubrik nette bzw. erschreckende Erfahrung in ihrer Erinnerung abzuspeichern. Dies
gelang ihr (glücklicherweise) nicht immer: So finden sich etwa in ihren
Forschungstagebüchern kurze Hinweise auf Situationen, in denen sie von ihrem
Forschungsfeld und seinen Menschen tief beeindruckt war: So geschah es eines
Sonntagnachmittags, dass ein Aufsichtsbeamter aus seiner Diensttasche eine Klarinette
hervorholte und sich in den leeren Flur des Hafthauses stellte, um ihr eine Sonate von
Mozart vorzuspielen. Sogar die vereinzelten Radiolaute aus den einzelnen
Hafträumen verstummten angesichts der Musik, die so unverhofft an den sterilen
Wänden und kühlen Gittertüren entlang strich. Eine praxisnahe
Darstellung der Forschungsdaten sowie rederechtstheoretische Überlegungen machen
den Band sowohl für Gefängnispraktiker als auch für Wissenschaftler
interessant.
Dr. phil. Gabriele Klocke ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für
Strafrecht und Kriminologie der Universität Regensburg. Ihre Arbeitsschwerpunkte
sind Allgemeine Kriminologie, Strafvollzugsforschung und Erwachsenenbildung im
Kriminaljustizsystem.
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LITERATURTIPP
Markus T. Mall
"Mord in Schwaben. Wahre Fälle und ihre Hintergründe vom Mittelalter bis in die
Gegenwart"
(ISBN - Nr. 3-87407-701-2)
Silberburg Verlag, 2006
176 Seiten / 12,90 Euro
Markus T. Mall beschreibt aufsehenerregende Verbrechen: vom Mord Herzog Ulrichs von
Württemberg an Hans von Hutten im Jahr 1515 über die Eifersuchtstragödie
um die Stuttgarter Opernsängerin Anna Sutter bis zu den Kindstötungen an der
Schwelle zum 21. Jahrhundert, die landauf, landab Schlagzeilen gemacht haben. Doch es
geht nicht um Sensationslust, sondern um die historischen und psychologischen
Hintergründe, die im Mittelpunkt der erinnernden Berichterstattung stehen.
"Der Verfasser bevorzugt einen flüs-sigen, lektürefreundlichen Stil. Das Buch
lässt sich - trotz der Unterschiedlichkeit seiner Gegenstände - gleichsam in
einem Atemzug lesen. Es dient dank seiner fakten- und quellenorientierten Darstellung
sowie seiner historisch-psychologischen Einbettung der Kriminalfälle im guten
Sinne der Aufklärung des Publikums. Knapper lassen sich (zeit-) geschichtlich
bedeutsame Morde und deren gesellschaftliche Zusammenhänge schwerlich darstellen",
so der Strafrechtswissenschaftler Prof. Dr. Dr. Heinz Müller-Dietz.
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LITERATURTIPP
Hans-Peter Feldmann und Klaus Heilmann
"Frauen im Gefängnis"
Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln / ca. 40 Euro
Eines der letzten Tabus unserer heutigen Gesellschaft betrifft die Gefängnisse und
ihre Insassen. Das Buch zeigt Bilder, die in den Jahren 2004 und 2005 in der JVA
Köln-Ossendorf entstanden sind. Ausserdem Texte, die im gleichen Zeitraum von
inhaftierten Mädchen und Frauen für dieses Buch geschrieben wurden und Texte
aus Interviews, die mit den Mitarbeitern der JVA geführt wurden. Inhaftierte in
Gefängnissen decken ein weites Spektrum menschlichen Daseins ab, das bis in
Grenzsituationen hineinreicht.
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